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Nordatlantik

Details

 

Dreck verstopft die Dieselleitung, Olaf als MechanikerAuf Höhe der Bermudas zieht eine Kaltfront über uns hinweg. Sie hinterlässt neben Gegenwind, der allerdings nur einen Tag anhält, auch schlechtes Wetter, das uns für einen Großteil der Reise begleitet. Die Tiefdruck Gebiete ziehen dicht hinter uns nach nordosten. Mit etwas Glück, guten Wettervorhersagen und Dude’s Schnelligkeit erwischt uns aber keines direkt.

Nordatlanik TörnWir segeln über Tage hoch am Wind, Dude bolzt in Schräglage gegen die Seen an. Alles ist nass, schräg und ungemütlich. Selbst die einfachsten Tätigkeiten erfordern akrobatisches Geschick. Unser Leben ist auf die notwendigsten Handlungen reduziert. Zum Glück steuert unsere Selbststeueranlage zuverlässig und so verbringen wir die meiste Zeit unter Deck.

Abgesehen vom Wetter können wir aber zufrieden sein. Der Wind ist gut und stetig, unsere Etmale (in 24 Stunden in Richtung auf das Ziel gesegelte Meilen) liegen bei über 100 Seemeilen . Die seltenen windstillen Phasen können wir mit wenigen Motorstunden überbrücken.

Schöne StundenEs gibt sie aber auch, die schönen Tage, mit Backstagbrise und Sonne. Dann werden unsere klammen Decken und Schlafsäcke im Cockpit ausgebreitet, wir duschen, lüften und räumen das Schiff auf, freuen uns am Segeln - bis uns das nächste Tief oder Schlechtwettergebiet einholt. Kurz vor dem Ziel zeigt uns der Atlantik noch einmal die Zähne. 24 Stunden lang herrscht Starkwind bis Sturm. Wir laufen mit minimaler Besegelung ab. In den ständig einfallenden Böen erreicht der Wind über 40 Knoten, eine beängstigende See baut sich auf. Wir müssen von Hand steuern, da unsere Windsteueranlage bei den heftigen Seen nicht mehr exakt Kurs hält und wir unter allen Umständen vermeiden wollen quer zu den Wellen zu kommen. Aber auch unseren Sturm überstehen wir ohne größere Schäden.Bald ist es geschafft.

Am 31.Mai sind es noch 238 Seemeilen, zwei Tage bis Horta. Genauer Kurs liegt an wir segeln mit beinahe 7 Knoten über Grund. Bald ist es geschafft.

Land in Sicht!Land in Sicht! Am Morgen des 2. Juni tauchen die wolkenbekränzten Azoreninseln Faial und Pico am Horizont auf. Heute werden wir ankommen, nach 24 Tagen auf See! Gute Stimmung greift um sich. Schnell Bob Marleys “Legend” in den CD-Spieler eingelegt und auf volle Lautstärke gedreht - wir stimmen uns gebührend auf die Ankommens-Party ein.

Über Funk wissen wir bereits, dass uns unsere Segelfreunde Marianne und Wolfram von der “Skylla” sowie Maren und Uwe von der “Heavy Metal” in Horta, auf der Insel Faial, erwarten. Beide Yachten haben wir zum letzten Mal in der südlichen Karibik getroffen, wir freuen uns auf ein Wiedersehen. Vor dem Landfall betreiben wir ausgiebig Körperpflege und machen uns landfein, Wasser müssen wir ja jetzt nicht mehr sparen.Im Hafen von Horta, Azoren

Am Abend laufen wir wohlbehalten im Hafen von Horta ein. Am Kai erwarten uns die Freunde und nehmen unsere Leinen entgegen. An Land werden wir herzlich umarmt und begrüßt. Der Nordatlantik ist ohne größere Schäden an Boot und Mannschaft überquert, Europa hat uns wieder. Wir sind unglaublich stolz, erleichtert, glücklich und erschöpft.

 AngekommenDude liegt friedlich an der Mole des berühmten Yachthafens von Horta. Horta ist einer der legendären Treffpunkte der Fahrtensegler. Yachten aus aller Welt, die über den Atlantik kommen, sei es aus der Karibik, von Madeira oder sogar direkt aus Kapstadt, versammeln sich hier.

Das kleine Hafenbecken ist dementsprechend auch pickepacke voll. Mit uns liegen hier noch etwa 400 weitere Langfahrtyachten, teilweise zu fünft im Päckchen an der Mole. Unsere Erwartungen werden nicht enttäuscht. Die internationale Seglerszene trifft sich hier.

Jeder der ankommt hat den Atlantik bezwungen, entsprechend froh und ausgelassen ist die Stimmung unter den Yachties. Wir treffen alte Bekannte, die wir teilweise seit den Kanaren nicht mehr gesehen haben, und lernen viele neue Freunde kennen.

   
   
   
   

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