British Virgin Islands
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- Geschrieben von Veronika
Ein Bericht der SY Alchemist
St. Martin ist ein Paradies zum Shoppen. Vor allem der zollfrei Status verschafft den angebotenen Waren äußerst attraktive Preise. Alkohol und Zigaretten sind daher neben Ersatzteilen und Werkzeugen ganz oben auf der Liste der Yachties. Auch der Alchi haben wir bei dieser Gelegenheit ein neues Energiekonzept verpasst. 6 x 105 Ah in neuen Batterien und einen Batteriemanager plus Amperemeter für die Alternativenergien Solar und Windgenerator. Dazu ein neues modernes Batterieladegerät.
Ganze 10 Tage hat unser Serviceaufenthalt gedauert. Neben Basteln wurde natürlich auch fleißig geputzt und poliert und zwischendurch oder am Abend haben wir uns auch noch mit befreundeten Yachten getroffen (Perle, Mahi Mahi, Columbus,..). Als die Arbeiten endlich fertig gestellt waren haben wir uns einen „Urlaub“ verdient.
Angeregt von den Beschreibungen unserer Segel – Freunde haben wir uns auf den Weg in die British Virgin Islands (BVI) gemacht. Die Virgins (BVI und US VI, leider nur mit gültigen US Visum bereisbar) sind viele kleine Inselchen , die in einem relativ kleinen Seegebiet verstreut liegen.
Unzählige Buchten und geschützte Ankerplätze haben die Virgins schon vor Jahrhunderten zum idealen Versteck für Piraten gemacht. Einige Plätze und Passagen sind heute noch nach bekannten Piraten benannt. Der ganze Piratenkult und Yachtcharter ist heute einer der wichtigsten Einnahmequellen im Tourismus der Inseln. Die Charterfirma Moorings hat zum Beispiel alleine auf dem Stützpunkt in Road Harbour schon 220 Yachten liegen.
Christoph Columbus hat die Inseln 1493 entdeckt und hat sie , eingedenk der hl. Ursula, die sich im 4 Jhd. mit 11.000 weiteren Jungfern das Leben genommen hat um dem ungewissen Schicksal während der Belagerung der angreifenden Hunenhorden zu entgehen, Jungfern Inseln genannt. In Zeiten der Besiedlung haben die Inseln vielmals den Besitzer gewechselt und waren englisch, französisch, holländisch, spanisch und dänisch.
Damit verbunden natürlich heftige und blutige Kämpfe zu Lande und zu Wasser. Das Zentrum der Inseln ist der Sir Francis Drake Kanal, benannt nach dem berühmten Piraten Ihrer Majestät. Er gleicht einem der größeren österreichischen Binnenseen ist gut geschützt gegen die Atlantik Dünung und daher die Hauptverkehrsstraße in den Virgins.
Die englische bzw. US amerikanische Verwaltung hat sehr viel für den Natur und Artenschutz unternommen. Viele Bojen wurden ausgelegt um den Yachten das festmachen ohne Anker zu ermöglichen. Durch das ständige Ankern würden unter Wasser viele Korallen und andere Lebensräume zerstört und das Schnorchel und Tauchparadies merklich abgewertet.
Dieser Service kostet natürlich etwas, für eine Yacht wie die Alchi 50 USD pro Woche. Aber gerade dieser nachhaltige Umweltschutz hat die Über- und Unterwasserwelt der Inseln einzigartig in der Karibik gemacht. Anfangs konnten wir uns gar nicht recht daran gewöhnen, daß unter der Alchi schon auf dem Ankerplatz interessante „Freunde“ auf uns warteten.
Beim Einsteigen über die Badeleiter entdeckten wir meist einen großen Barrakuda, der unter der Alchi patrouillierte. Die Teile, meistens über einen Meter lang, können einem nicht erst seit Nemo das Fürchten lernen.
Als Einzelgänger kann man seine Chancen noch abschätzen, wenn sie aber im Schwarm, 6-7 Fische haben wir manchmal schon gezählt, rund um einen schwimmen und die Neugier sie immer näher ran zieht, dann erhöht sich der Adrenalinausstoß rapide. Dennoch, für Menschen sind die Barrakudas lebend ungefährlich, obwohl sie bis zu 2 Meter lang werden können. Die Gefahr entsteht erst beim Verzehr dieser Raubfische.
Ciguatera ist ein Nervengift, produziert von einem Einzeller, der in Symbiose mit gewissen Algenarten lebt. Fische fressen die Algen, sind aber gegen das Gift immun. Am Ende der Nahrungskette steht ein großer Raubfisch wie der Barrakuda und dahinter der Mensch, der gegen diese Nervengift nicht immun ist. Vorsicht ist beim Verzehr angesagt.
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