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Viva Kuba!

Details

Unser erster größerer Ausflug führt uns in die Hauptstadt Havanna. Der erste Eindruck ist sehr freundlich, vor allem Autos fahren dort auf der Straße herum, die wären in Europa schon denkmalgeschützt.historische Autos...

Nicht nur die Autos sind hier alt, auch die Gebäude erinnern an die frühere koloniale Pracht der Stadt. Und so manches Gebäude erinnert einen an den großen Bruder im reichen Norden....sind hier in Kuba noch...

Havanna bietet dem Besucher eine Vielzahl an kulturellen Möglichkeiten, am schönsten fanden wir jedoch, durch die Altstadt zu bummeln und hier auf einen Kaffe einzukehren oder da ein Glas Wein zu trinken, im Schkolademuseum einen Chocolate Atzteka zu probieren oder in Hemmingways Bodegita einen Mojito zu trinken.

... im täglichen GebrauchMan kann hier in den meisten Lokalen wunderbar in eine andere Zeit eintauchen. Leider hatten wir während unseres gesamten Kuba Aufenthaltes auch ein einziges negatives Erlebnis.

Hier in Havanna, als wir nach einem vorzüglichen Abendessen, an dessen Ende uns der Kellner über die kubanischen Verdienstmöglichkeiten aufgeklärt hat, indem er uns sein Portmonee öffnete und uns den eben ausbezahlten Monatslohn vorzählte, um zu begründen, warum er, als ehemaliger Pilot nun wegen der Trinkgelder der Touristen als Kellner mehr verdient, Richtung Hotel schlenderten, sprach uns ein Junges Paar an.Schöne Altbauten

Sie hätten ein darmkrankes Baby hier im Krankenhaus und bräuchten dringend Milchpulver. Ob wir nicht welches für sie kaufen könnten. Natürlich könnten wir und wollten wir und zufällig war auch gleich daneben ein 24 Stunden Laden, und zufällig hatte der auch schon einen große Ration Milchpulver eingepackt, und bei der Hand, und reichte uns das Sackerl durch das Verkaufsfenster gegen umgerechnet 15 EURO heraus.

wie beim großen NachbarDas Pärchen griff sich das Sackerl dankte kurz und verschwand ums Eck. Eine halbe Stunde später sahen wir von unserem Hotelbalkon aus das Pärchen wieder an der gleichen Ecke herumlungern und dann dämmerte uns der Schwindel.

Wir diskutierten noch lange, haben auch den Trick am nächsten Morgen dem Hotelmanagement mitgeteilt, kamen aber zu der Überzeugung, dass wir das nächste Mal wieder helfen würden.

Weil wir uns von diesem einem Vorfall den Glauben an die Gutherzigkeit der kubanischen Menschen einfach nicht nehmen lassen. 15 EURO ist für uns der Wert einer Flasche Wein, hier in Kuba aber bereits ein halber Monatslohn.

Wiedersehen mit FreundenUnsere Fischerfreunde vom Canal de Rosario haben uns unbedingt gebeten, dass wir sie aus Havanna anrufen, weil sie dann wahrscheinlich zeitgleich auf Landurlaub wären. Und das war auch so. Die Jungs haben sich gleich aufgemacht uns in Havanna abzuholen.

Eineinhalb Stunden später hielten sie auch schon vor den Stufen des Capitolio. Ruben, dessen Telefonnummer wir hatten, der Capitano, dessen 1er Golf für den Ausflug requiriert wurde und sein Bruder, der, im Gegensatz zu den anderen beiden, schon einmal mit einem Auto in der großen Stadt gefahren war und daher als Chauffeur herhalten musste. 2 Stunden nach der überschwänglichen Begrüßung erreichten wir das Fischerdörfchen Batabano im Süden von der Provinz Havanna, wo uns auch schon die anderen Fischer begrüßten.

Flugs machten sich alle auf, für die große Wiedersehens-Fiesta einzukaufen. Wir übernahmen die Getränke und sorgten für kühles Bier und Rum. Die Fischer, wer hat es schon erraten, für den Fisch. Natürlich kamen alle mit Kind und Kegel, weil erstens wollten alle einmal waschechte „Austriacos“ sehen und zweitens ist man in Kuba bei jeder Feierlichkeit immer dabei.

NiñoUnd so kam es, dass wir uns im Hinterhof des Hauses des Capitanos, die wenigen Quadratmeter mit 18 lebenslustigen Kubanern, einem Schwein im Stall, einem Hund an der Kette und ca. 1 Milliarde leider unkontrollierbarer Fliegen teilten. Der Fisch war übrigens exzellent, das Bier sehr erfrischend und der Rum half uns die Sprachbarrieren (kubanischer Dialekt!) hurtig zu überwinden.

Wir diskutierten bis in die Nacht kubanische Politik, die Revolution, Fidel, Raul, die wirtschaftliche Situation, Ausbildungs- und Gesundheitssystem, Sozialismus, … Traute sich anfangs niemand den Namen des Bärtigen laut aussprechen (man stellte ihn durch eine Geste dar, indem man die fünf Fingerspitzen einer Hand an das Kinn legte und die Hand nach unten bewegte, um den mächtigen Bart zu symbolisieren), war man spätnachts mutiger und nannte die Personen der kubanischen Politik beim Namen und mit ihren politischen Errungenschaften schon etwas kritischer.

Unserer Fischer jedenfalls sind Patrioten, lieben ihre Familien, ihre Arbeit und ihr Land, trotz der sehr schwierigen wirtschaftlichen Situation. Auf unserem nächsten Ausflug in die alte Stadt Trinidad hatten wir schon eher den Eindruck, dass sich die wirtschaftliche Situation durch privates Unternehmertum etwas gebessert hat.

   
   
   

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