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Panama Pazifikseite bis Costa Rica

Details

Wir beschließen die panamesische Südküste entlang nach Costa Rica zu fahren. Schnell noch Kartenmaterial besorgt und los geht’s.

Aus dem Golf von Panama Richtung Süd und dann nach Westen. Wind gibt’s hier in der beginnenden Regenzeit noch weniger als sonst. Gut, dass wir genug Diesel gebunkert haben.

Nach ca. 36 Std. erreichen wir Enseñada Naranja. Eine schöne Bucht, Palmenbewachsen und von Kühen bewohnt. Hier bleiben wir 2 Tage und dann geht’s weiter Richtung Isla Cebaco in den Golf von Chiriqui. Den Nationalpark Coiba lassen wir an der Backbordseite liegen, da die Eintrittsgebühren unser Bordbudget übersteigen. Die 100 US$ pro Boot/Tag legen wir besser an.

täglich frischer FischWir motoren weiter über die spiegelglatte See und erfreuen uns an dem Fischreichtum in Panama. Praktisch jeden Tag an dem wir die Schleppangel draußen haben gibt’s frischen Fisch. Sogar einen Marlin haben wir kurz an der Angel, aber der ist für unsere Ausrüstung zu groß und gewinnt nach kurzem Kampf seine Freiheit zurück.

Auch Delfine sehen wir fast täglich und auf der spiegelglatten Wasseroberfläche sehen wir sogar 2 Wasserschlangen.

Auf den Islas Secas, den trockenen Inseln, bleiben wir für ein paar Tage um zu schnorcheln, tauchen und einfach um auszuspannen. Währen der Anfahrt zu den Inseln passieren uns in ca. 1Sm Entfernung ein paar große Potwale.Wale

Hier haben wir das erste Mal auf der Pazifikseite von Panama klares Wasser. Meist ist das Wasser sehr nährstoffreich und damit ist die Sicht stark behindert. Dies wird vermutlich durch den, die südamerikanische Küste Nordwertsströmenden Humboldtstrom verursacht. Aber hier auf den Secas ist die Sicht unter Wasser wieder mehr als 15m.

Schön langsam müssen wir uns beeilen, da unsere 3 Monate abgelaufen sind und wir noch nach Pedregal zum ausklarieren müssen. Also noch ein Stop auf der Isla Parida und dann auf dem kürzesten Weg nach Pedregal.immer ein Auge auf den Tiefenmesser gerichtet

Pedregal liegt nicht direkt am Meer, sondern entlang eines Kanalgewirrs an einem ca. 8Sm landeinwärts gelegenen Fluss. In dieses Kanalgewirr gibt’s 3 Einfahrten. Die 8 sm sind der kürzeste Weg mit einfahrt „Boca san Pedro – Punta Boca de Hacha (der Hammer) Der 2 Weg heißt „Boca Brava“ (Tapfere Einfahrt) und die 3. Möglichkeit heißt Boca Chica. Man sollte vielleicht vorher im Wörterbuch nachsehen, dann kann man sich vorstellen was da auf einen zukommt. Wir taten es erst nachher.

Wir wählen den kürzesten Weg (Boca de Hacha)! Ca. 2 Seemeilen vor der Einfahrt, die Wassertiefe nimmt auf unter 10m ab und dadurch wird der einlaufende Pazifikschwell immer höher. Direkt vor uns beginnen sich die Wellen zu überschlagen. Lt. Karte sollte dort 4m Wassertiefe sein, aber so wie sich die Wellen brechen, hat es offensichtlich deutlich weniger. Wir brechen ab und drehen um. Zurück nach Parida.

Am Ankerplatz diskutieren wir die Möglichkeiten aus und 2 Tage später beschließen wir den einfachsten, aber auch längsten Weg zu nehmen.

ruhige FlussfahrtAuf nach Boca Chica! Diese Einfahrt ist wirklich von Schwell und vom (nicht vorhandenen) Wind geschützt. Das Problem ist nur, und darum wollten wir diese Lösung vermeiden, der Weg ist ca. 25 Meilen lang und zum Teil extrem seicht. Lt. Karte sind bei Niedrigwasser viele Bereiche mit max. 0,5m Wassertiefe. Das ist sogar für unseren Katamaran (Tiefgang max. 1m) zu wenig.

Die einzige Möglichkeit ist also zu warten, bis die Flut auf mindestens 50 % gestiegen ist (hier Gezeitenunterschied ca. 3m) und dann bis kurz vor Hochwasser zu fahren. Falls man aufsitzt (die Karten stimmen nicht immer und die Sandbänke haben die Tendenz ihre Position und Höhe zu verändern) kann man noch auf steigendes Wasser hoffen um wieder freizukommen. An eine Nachtfahrt ist sowieso nicht zu denken und so beschränkt sich die nutzbare Fahrzeit auf 3 Stunden pro Tag.Blick auf den Vulkan

Gleich nach der Einfahrt haben wir die erste Bodenberührung (im Schlamm) und es bleibt spannend. Am 2. Tag haben wir 2 mal (1 x fast schon bei Hochwasser!! 3m) nur mehr 1m Wassertiefe. Und wir finden die Fahrrinne im letzten Augenblick bevor das Wasser zu weit fällt und wir im Schlamm übernachten müssen. Wir bleiben und genießen den restlichen Tag die Vogelwelt und die militärischen Beobachtungsflieger. Besonders abends merkt man die fortschreitende Regenzeit und die Wassermengen sind erstaunlich wenn der Himmel die Schleusen öffnet.

Am nächsten Tag geht’s die restlichen 9 Meilen durch Regenwald den Fluss hoch nach Pedregal. Hier ist eine kleine Marina die voll belegt ist mit einheimischen Motorbooten. Der Ankerbereich ist durch Äste am Grund nicht gerade viel versprechend. Wir legen uns in Strömungsrichtung vor Bug und Heckanker um den 6 stündigen Gezeitenwechsel und dem damit verbundenen Umkehren der Strömungsrichtung entgegen zu wirken. Ein Ausbrechen des Ankers ist zu verhindern da es einiger Versuche bedurfte um die beiden Grundeisen halbwegs sicher einzugraben.ständig beobachtet

An Land werden wir von den Behörden am Steg abgeholt und sofort beamtshandelt, belehrt und vor allem um einige Dollar erleichtert. Man ist hier, im Gegensatz zu den Kollegen in Panama City, der Meinung, uns mit einem Cruising Permit um 60 US$ erfreuen zu müssen.

   
   
   
   

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