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Venezuela, ins Land hinein Teil 2

Details

Sie führt in 4 Etappen mit 12.200 m Länge von 1.570 m auf den Gipfel des Pico Espejo, auf 4.765 m.

vor der GondelKonstruiert und errichtet von der pariser Firma Applevage im Jahr 1958 ist sie aber sicherlich nicht die modernste der Welt. In der Hauptsaison, August bis Mitte September, sind die Tickets teilweise bis zu 10 Tagen im Voraus verkauft.

hoch hinausWir haben natürlich endlos viel Zeit für diese Tour gehabt, hätten praktisch jedes Wochenende und 6 Wochen im voraus die Tickets kaufen können. Ein bisserl blöd geschaut haben wir schon, als wir mit ach und krach noch Tickets für den letzten Sonntag vor den 3 wöchigen Wartungsarbeiten bekommen haben. Aber wir haben noch Tickets bekommen!

Eben alles nur eine Frage der vernünftigen Planung. ;-) Haben wir voriges Monat noch über die Flachland-Venezolanos gelästert und uns hinter vorgehaltener Hand über die Wollmützchen, Schals und Handschuhe einen Ast gelacht, standen wir an diesem Sonntag Morgen auch mit allem was wir an Kleidung finden konnten , bei der Talstation an.

Eis in den HändenEtappe für Etappe haben wir uns dann von den Gondeln hoch tragen lassen und in den Zwischenstationen immer wieder eine Schicht Stoff mehr um den Körper gewickelt und dazu den einheimischen Gondelmusikanten (Straßenmusikanten passt wohl in diesem Fall nicht) zu gehört.

Nach fast 2 Stunden gondeln und den vom Betreiber erzwungenen Aklimatisierungspausen , erreichten wir den in Wolken gehüllten Gipfel.

Mit unseren austronautengeprüften Segelanzügen wagten wir uns in das eiskalte Schneetreiben um der „Virgen de las Nieves“ der „Jungfrau im Schnee“ unsere Aufwartung zu machen. Das ganze dauerte nur ein paar Sekunden, weil wären wir länger in diesem polaren Klima verweilt , stünden heute 3 vereiste Statuen am Gipfel.

Wir sind halt Schnee und Eis nicht mehr so gewohnt. Bei der Talfahrt wurde uns dann ganz schnell wärmer. Natürlich hat jede Gondel einen Autoradio mit CD Deck eingebaut und natürlich glaubt jeder Gondoliere (wie eigentlich jeder Venezolaner) dass er ein geborener DJ ist und Musik unter 300 Watt in die Kategorie Kammer- und Hausmusik fällt.

Salsa in der GondelWas in Europa in den Gondeln strengstens verboten ist, z. B. sich zu bewegen oder zu husten, ist in Venezuela zwar auch verboten, aber wenn ein flotter Salsa aus dem Lautsprecher dröhnt , ist wieder so ziemlich alles erlaubt.

Und dass es bei einem flotten Salsa keinen Venezolano auf der Bank hält , ist auch klar. Also, hoch das Bein und dreimal rundherum! (Tickets für 60.000.- BS p.P.~ 12.- EUR an der Kasse lösen). 

Zum Abschluss haben wir für euch noch ein paar Szenen aus dem ganz normalen Stadtalltag in Merida eingefangen. Nach dem Motto „ der ganz normale Wahnsinn“. Dieses Taxi hat sich für seine Panne exakt den geometrischen Mittelpunkt einer stark befahrenen Kreuzung ausgesucht.

Es ist Stosszeit und der Verkehr ist natürlich in beiden Richtungen blockiert. Ca. 100 Autos hupen, und der Fahrer verkriecht sich im Rachen des Motorraums und sucht das verrutschte Gaumenzapferl. Ein Albtraum!der ideale Platz für eine Panne

Dass Not erfinderisch macht, ist ja allseits bekannt. Und wer sich für seine Patscherl kein Patscherl-Pickzeug leisten kann, der fährt halt ohne Patscherl. Sozusagen bloßfüßig. Autos haben wir in Venezuela ja viele gesehen, die bei uns sogar der Schrotthändler ablehnen würde.

fahren nur mit FegenDiese interessante Kiste parkt vor einem Elektrofachgeschäft. Die Männer verladen gerade einen überdimensionalen Kühlschrank. Und er passte wirklich in diese Karre. Der Grund ist unglaublich. Alles im Innenraum des „Autos“ war ausgebaut.

Wir meinen nicht nur Rückbank, Fußdackerl und Wunderbaum, nein auch die Verkleidungen, Bodenbelag, Beifahrer- und Fahrersitz. Total nackert.Transport eine Riesenkühlschranks

Nach fast 2 Monaten, verlassen wir Merida, die Hauptstadt der venezolanischen Anden, am 22. September Richtung Ciudad Bolivar um noch einen Sprung bei den Angel Falls, den höchsten Wasserfällen der Erde vorbeizuschauen.

Wir lassen Freunde zurück, nehmen aber viele viele schöne Erinnerungen mit.

Hasta la proxima, Merida!bis bald Merida!

   
   
   
   

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