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Die Torresstraße

ALLGEMEINES

Die Torres Strasse liegt zwischen der Küste von der Cape York Halbinsel und der Süd Küste von Papua Neuguinea. Sie verbindet die Coral Sea mit der Arafurasee. Die E Grenze der Meerenge ungefähr eine Linie durch Cape York und Dauan Island, etwa 75 Meilen nördlich. Dauan Island liegt etwa 5 Meilen vor der Küste von Papua-Neuguinea. Die West Grenze der Meerenge kann als Punkt ca. 30 Meilen südwestlich von Cape York und der Mündung des Flusses Bensbach (9 ° 07'S, 141 ° 02'E) etwa 127 Meilen NNW definiert werden.

Die besten und am häufigsten verwendete Route durch Torres Strasse ist durch Prince of Wales-Kanal

Der große Nordost - Kanal erstreckt etwa 100 Meilen südwestlich von Bramble Cay (9° 09' S 143° 53' E) seinen NE Eingang, nach Harvey Rocks (10° 19' S 45° 142° 41' E.). Dieser Kanal verbindet den Golf von Papua und die Coral Sea, mit den verschiedenen Kanälen. Er führt durch die Torres Strasse und ist vergleichsweise frei von Gefahren.

Die Australische Grenzbehörde hat eine Menge Flugzeuge und Hubschrauber im Einsatz und man wird praktisch täglich per Funk kontrolliert.


Alle Schiffe sind verpflichtet auf UKW #16 Hörwache zu halten.

Die abgefragten Daten betreffen Schiffsname, -registrierung, Rufzeichen, letzter und nächster Hafen Anzahl der Passagiere (Nationalität).

Die Großschiffahrt meldet sich ebenfalls immer wieder auf UKW #16 wenn sie an Gabelungspunke kommen oder Gegenverkehr sehen. Wir Segler sollten darauf achten den großen Pötten nicht in die Quere zu kommen. Die Manövrierfähigkeit in diesem Riffgebiet ist denkbar beschränkt.

WIND-WETTER

Die Osteinfahrt zur Torres Strasse ist Anfang April vom SE Passat geprägt mit böig, regnerischem Wetter. Aber nach einer Woche oder 10 Tagen wird das Wetter meistens ruhiger. Der Passat ist am stärksten von Mai bis August, mit stetigem frischem SSE bis ESE Wind. Anfang November dreht der Wind mehr nach Osten und schwächt bis Dezember weiter ab. Meist ist der Wind nachts schwächer als am Tag. Der Himmel ist vorwiegend wolkenlos aber die Sicht etwas dunstig. Der NW Monsun setzt im Dezember ein und erreicht seinen Höhepunkt Januar und Februar. Das ist auch die Regenzeit mit entsprechenden Gewittertätigkeiten. Abgesehen von Squals sind Stürme eher selten

TIDEN-STRÖME

Die eingeschränkte Kanäle Torres Straße trennen zwei Bereiche, in denen die Gezeiten sehr unterschiedlich sind. Deutlicher Kontrast entsteht zwischen den halbtägigen Komponenten der Flut im Eingang an beiden Enden der Torresstraße. Während einiger Phasen des Mondes ist das Hoch - Wasser in einem Eingang zur gleichen Zeit wie, dass Niedrig - Wasser am anderen Eingang. Die Folge sind starke Strömungen vom hohen zum tiefen Niveau. Die Gezeiten an beiden Enden der Straße unterscheiden sich nicht sehr stark. Wohl aber der Zeitpunk der Gezeitenströmungen.

Das macht die jeweiligen Strömungen an den einzelnen Anschlusspunkten sehr schwer vorhersagbar. Die horizontale Bewegung des Wassers in den Kanälen der Torres Straße ist die kombinierte Auswirkungen der aktuellen Strömung und des Gezeitenstromes. Wenn beide stark sind und in der gleichen Richtung kann die Strömung sehr groß sein. Unter solchen Bedingungen wurde schon ein Strom von 8 Knoten Normanby Sound festgestellt.

Bei gegenteiliger Konstellation ist der Strom gering bis nicht vorhanden. Die Ströme in den verschiedenen Kanälen von Torres Straße sind auch in hohem Maße abhängig von der Richtung und Stärke des Windes.

ROUTE BRAMBLE CAY (BC)

Dies ist die meistens gewählte Route von Osten kommend Richtung Horn Island. Mit den heutigen Navigationsmittel wie GPS hat die einst gefürchtete Straße viel von ihrem Schrecken verloren. Von Vanuatu oder Port Moresby – PapuaNG kommend war das Hauptproblem immer die kleine Insel Bramble Cay zu finden.

Diese kleine Sandinsel ragt nur 3m über den Meeresspiegel hinaus uns ist erst relativ knapp auszumachen. In Zeiten der Ortsbestimmung mittels Sextanten konnte man durch die schwer vorherzusagenden Strömungen seine Position nicht mit der nötigen Präzision bestimmen. Ein unbeabsichtigtes Vorbeifahren kann schlimme Folgen haben. Nachts ist Bramble Cay etwas besser auszumachen, da ein weittragendes Leuchtfeuer auf der Insel installiert ist.

Heute sieht man Bramble Cay meist nicht mehr, da man dank der GPS Position schon weit vorher den Kurs ändern kann und das im Hinblick auf die vorherrschende Windrichtung und den damit verbundenen zu erwartenden Amwindkurs auch tun sollte.

Grundsätzlich ist dazu zu sagen, dass der größte Teil der Strecke sehr breit und ausreichend Tief ist. Die Betonnung ist gut wenngleich auch für die Geschwindigkeit eines Segelbootes manchmal etwas weit auseinander. Es ist kein Problem die Strecke in einem durch zu fahren.

Der Schiffsverkehr und die Fischerboote machen aber eine gute Wache unumgänglich. Ca.20 Seemeilen nach Bramble Cay kommt man in die Abdeckung des vorgelagerten Riffes und der Ozeanschwell lässt merklich nach. Die durch den Wind verursachten Wellen sorgen dennoch oft für nasses Segeln.

Alternativ kann man die Strecke auch in Tagesschlägen hinter sich bringen. Dabei ist aber zu beachten das es nicht erlaubt ist, vor dem ordnungsgemäßen Einklarieren, irgendwo an Land zu gehen.

Die Ankerplätze sind meist nicht ausgesprochen gut geschützt aber erlauben die Torres Strasse mit ihrem türkisem Wasser und häufig kräftigen SW Wind bei Tageslicht abzusegeln.

Wenn man Brable Cay nach Mitternacht passiert kann man im laufe des Tages den 1. Ankerplatz bei Rennel Island gut erreichen.

ROUTE RAINE ISLAND (RI)

Vielen Segler ist die Existenz von Raine Island unbekannt.

Das ist auch nicht weiter verwunderlich da es sich dabei Hauptsächlich um ein Leuchtfeuer handelt welches eine Einfahrt ins Great Barrier Riff bezeichnet. Es ermöglicht allen die direkt von Vanuatu nach Thursday Island (der erste Einklarierungshafen in Australien) wollen eine alternative Route.

Nach der langen Pazifikstrecke ist man meist etwas nervös wenn man auf das größte Riff der Erde zu segelt. Die Einfahrt ist aber 3 Meilen breit und mit den heutigen Navigationsmitteln wie GPS einfach zu finden.

Man kommt schnell in die Abdeckung des Great Detached Riff das den Ozeanschwell abhält. Man kann aber auch hinter Raine Island Anker werfen und die Weiterreise auf den Tagesanbruch verschieben.

Die Weiterfahrt findet meist unter günstiger Backstagsbrise statt und ist weitgehenst frei von Gefahren. Es handelt sich um offenes Seegebiet das erst bei der Annäherung an Cape York und der dort anzutreffenden Schifffahrtsroute wieder anspruchsvoller wird.

   
   
   
   
   

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